Wärmebrücken als Mietmangel


Der Bundesgerichtshof teilte mit, dass Wärmebrücken sowie Lüftungs- und Heizungsmängel als Mietmangel nicht in Betracht kommen, wenn dies dem Standard des Baus des Mietobjekts entspricht. Im Streit ging es vor dem BGH um ein Gebäude, welches im Jahr 1971 errichtet wurde. Die Wärmebrücken, die dieses Haus aufwies, entsprachen den Regeln der Baukunst zu der damaligen Zeit. Der BGH entschied dies in seinem Urteil vom 05.12.2018, VIII ZR 271/17.

Es ist darauf hinzuweisen, dass eine andere Entscheidung dazu führen würde, dass dies auf einen mittelbaren Zwang zur Modernisierung hinauslaufe, die gleichzeitig eine energetische Sanierung im Sinne von § 555b Nr. 1 BGB wäre. Einen Anspruch auf Modernisierung kennt das Mietrecht aber nicht (BGH, Urteil vom 18.12.2013, XII ZR 80/12).

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