Hinweis für Arbeitgeber – „Phantomlohn“-Falle bei Minijobs. Arbeitgeber aufgepasst!

Bei Minijobs können erhebliche Nachforderungen von Seiten der Rentenversicherung für Sozialversicherungsbeiträge gerade bei Minijobs entstehen.

Mit Wirkung zum 01.01.2019 wurde das Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) geändert. Nach dessen § 12 Abs. 1 Satz 3 wird eine Arbeitszeit von 20 Stunden wöchentlich als vereinbart angesehen, wenn konkret keine Vereinbarung über die Arbeitszeit im Vertrag über den Minijob erfolgt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Arbeitslohn tatsächlich an den Mitarbeiter ausbezahlt wurde.

Insofern sollten alle Minijobverträge überprüft und ggf. künftig eine entsprechende Regelung aufgenommen werden.

Ansonsten drohen Nachzahlung in großer Höhe einschließlich Zinsforderungen, da die Rentenversicherungen lediglich alle vier Jahre prüfen. Auch die Anteile des Arbeitnehmers können vom Arbeitnehmer wegen Zeitablaufs nicht mehr zurückverlangt werden. Vom Arbeitnehmer rückwirkend können nur die Arbeitgeberanteile der letzten drei Monate verlangt werden.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass bei einer Vereinbarung über eine Mindestarbeitszeit der Arbeitgeber nur bis zu 25 % der wöchentlichen Arbeitszeit zusätzlich abrufen darf. Bei Vereinbarung einer Höchstarbeitszeit darf der Arbeitgeber nur bis zum 20 % der wöchentlichen Arbeitszeiten weniger abrufen.

Über die Problematik berate ich Sie gerne.

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